Preview HPI Baja 5B SS


Ich habe den HPI Baja 5B SS am Anfang des Monats gekauft. In Angesicht der Tatsache, dass die Preise für dieses Modell weltweit nurnoch steigen, bin ich froh, dass ich den Kauf hinter mich gebracht habe.

HPI Baja 5B SS

Den Baja habe ich in Großbritanien gekauft, da der Wechselkurs von Pfund auf Euro zu der Zeit eine Preisersparnis brachte. Ich hätte auch die Möglichkeit gehabt, den Baja 5B in den USA zu bestellen, jedoch wäre dort aufgrund von außer Europäischer Fracht noch eine Zollgebühr hinzugekommen, wodurch die Ersparnis kaum noch sinnvoll gewesen wäre.
Die Lieferung hat nur wenige Tage gedauert und da stand das Packet auch schon vor meiner Tür. Ein ordentliches Gewicht bringt dieses Packet auf die Wage. Kein Wunder, es ist ja ein komplettes Großmodell enthalten! Die SS (Super Sport) Version des Baja verweist bei HPI auf ein Kit (Bausatz), der komplett zusammengebaut werden muss.

Beim öffnen des Packets wurde dies nochmals deutlich, da man ganz viele kleine Einzelteile anguckt, die nur darauf warten, zu diesem 80 cm langen Buggy zusammengesetzt zu werden.
Beim Anblick der dicken, 115 Seiten schweren Anleitung war zu ersehen, dass es einiges an Zeit und Arbeit braucht, diesen Brocken zusammenzubauen. Um es kurz zu machen, ich habe zwei lange Nachmittage inklusive Abend und Nacht gebraucht. Letztendlich eine Bauzeit von etwa 15 Stunden.
Jedes Teil, was auseinandernehmbar ist, lag auch in Einzelteilen bei. So wie das Differential, die Dämpfer, die Reifen (Beadlock). Zum Glück ist der Motor bereits vorgebaut und es muss nurnoch die Kupplung und ein paar Halterungen angebracht werden!

Die Bauphase sollte man gut vorbereiten. Man sollte die Teile sotiert lassen und möglichst nicht all zu weit von sich entfernt verteilen. Wichtig ist auch, dass man bequem sitzt / steht, da das Ganze sonst zu einer Belastungsprobe wird. Außenreichend Platz sollte man auch zur Verfügung haben, damit man fertiggestellte Teile zur Seite stellen kann.
Mir hat das Bauen sehr viel Freude bereitet, da man die ganze Technik, die in dem Auto verbaut ist hautnah mitbekommt und versteht. Auch wenn sich bei einigen Schritten in der Anleitung fragt, was dieses und jenes Teil bewirken soll, sieht man im nächsten Schritt einen sehr sinnvollen Zusammenhang.

Die Teile, die man sich zu dem Kit dazukaufen muss, wie Empfänger & Sender, Empfängerakku, Gas-/Bremsservo, Benzin & 2-Taktöl, sollte man schon bereitliegen haben, um nach dem Fertigstellen des Autos nicht auf die Teile warten zu müssen und zum anderen die Empfängerbox nicht nochmal ausbauen muss, um die Elektronik einzubauen.

Als Gas-/Bremsservo habe ich das Savöx SC-1256 gewählt, als Empfngerakku einen LRP VTEC SC-4000UP Longlife 5 Zellen 6V NiMH-Akku. Sender und Empfänger sind eine Spektrum DX3S mit Telemetire 3-Kanalempfänger. Das Lenkservo, das verbaut ist, war bei dem Kit dabei und ist ein Jumboservo, das auf jeden Fall ausreichend viel Stellkraft hat, um die Räder in jeder Situation zu bewegen. Ein besseres Jumboservo, wie zum Beispiel die sehr beliebten Multiplex Rhino Servos waren mir einfach zu teuer. Lackieren muss man die Karosserie auch noch. Meine habe ich mit Tamiya Lacken lackiert in den Farben weiß und rot HowTo – Lexan-Karossserie lackieren.

Ebenso, wie Nitromotoren, sollte man auch die 2 Takt Großmodell Motoren einfahren, um ihre optimale Langlebigkeit und Leistungsentfaltung zu ermöglichen. Mehr zum Einfahren steht hier: HowTo – Benziner (2-Takter) einfahren.

Ich seit demher schon einige mal gefahren und bin sehr begeistert von dem Modell. Die Kraft des 26ccm Motor und der Sound sind brachial. Auch die Haltbarkeit der Teile bei kleineren Überschlägen ist weitaus besserer als die, kleinerer Modelle.
Das einzige am HPI Baja, das nicht all zu langlebig ist, sind die Reifen. Die Hinteren HPI Dirt Busters mit dem Noppenprofil sind schon nach einigen verfahrenen Litern Sprit abgefahren. Das Profil nutzt sich einfach ab und man hat letztendlich nurnoch Slicks. Somit muss man schon recht früh in Reifen investieren, die schnell mal 60€ verschlingen (ohne Felgen). Da meine Dirt Buster Reifen auch schon nach einigen Wochen nicht mehr all zu viel Profil besaßen und somit kaum noch Grip bieteten, habe ich mir Hostile MX Knobby Reifen bestellt. Diese sind in der Baja Szene bekannt und zahlreich vertreten und mit Lob geschmückt. Das grobe Profil und die harte Reifenmischung halten um einiges länger als die Standartreifen des Baja 5B SS.

Nachdem mir auch bereits bei einem sehr extremen Sprung ein oberer Querlenker vorne gebrochen ist, habe ich mir ein Ersatz Querlenkerset gekauft von RPM. Die RPM Produkte sind die besten Plastik-Tuningteile, die es gibt. Sie lassen sich verformen, ohne dass sie brechen. Wären von anfang an RPM Teile verbaut, wär mein Querlenker garnicht erst gebrochen. Die restliche Teilequalität ist hervorragend. Vorallem durch die vielen Aluteile werden die verbauten Plastikteile geschützt oder stabilisiert.

Die Ausgaben für Ersatzteile sind also in der ersten Zeit noch recht gering und wenn man nach und nach kaputte Teile durch Aluteile, RPM Teile oder andere Tuningteile ersetzt, wird der Baja immer stabiler und es geht immer weniger kaputt. In Reifen sollte man aber in der Anfangszeit auf jeden Fall investieren, da man sonst mit den abgefahrenen Dirt Busters nicht mehr weit kommt. Die Felgen und Einlagen kann man weiterverwenden, wodurch man sich nur die alleinigen Reifen kaufen muss und Geld spart.

Was ich bisher selber schon “getunt” habe, ist ein Aluminium Fliegengitter als Schutz für den Seilzugstarter HowTo – Seilzugstarter Schutz (Fliegengitter), eine Plexiglas Frontscheibe HowTo – HPI Baja 5B Frontscheibe selbermachen und einen zerteilten Überrollbügel zur erleichterten Demontage HowTo – HPI Baja SS Überrollbügel Mod. Ganz wichtig, was das “einsammeln” von Gras unter der Karosserie verhindert, sind Fliegenschwämme, die in die Karo kommen. Diese Teile tragen zum Schutz vor Dreck und zur erleichterten Bedienung bei. Für wenig Geld lässt sich dies nachmachen und hilft im “Alltag” eine Menge.

Ich kann nur nochmal wiederholen, wie toll dieses Modell doch ist. Alles ist einfach perfekt durchdacht und funktional. Ein richtiges Meisterwerk der HPI Entwickler!

Leon…

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Kommentare von Lesern

hi,
sehr schöner bericht, wie auch der von sebastian! lob von mir! allerdings hast du die fliegenschwämme in den seitenkästen vergessen, die davor schützen, das dreck reinkommt.

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