Testbericht – Pattex Sekundenkleber
Im Modellbau braucht man an vielen Stellen, in vielen Situationen Kleber. Am besten dafür geeignet ist Sekundenkleber, da es oft um kleine Teile geht, die geklebt werden müssen. Bei riesigen Teilen sollte man also vielleicht zu einer anderen Art von Kleber greifen, wie zum Beispiel Epoxyd Hartz.

Jedenfalls für kleine Reperaturen ist Sekundenkleber genau das Richtige. Jetzt fragt sich nur, welchen man nehmen soll. Die meisten beziehen Sekundenkleber aus dem Baumarkt, wo es einige Kleber zur Auswahl gibt. Wir haben uns mittlerweile für den Pattex Classic Sekundenkleber (flüssig) entschieden und werden auch in Zukunft dabei bleiben. Dieser Sekundenkleber ist erhältlich in der großen 10g Packung, oder 3g. Früher hatte ich immer die 10g Packungen gekauft, wobei dann aber nach ca 7g der Benutzung die Spitze verklebt war und die letzten 3g für den Müll waren. Daher kaufe ich nurnoch die 3g Packungen, denn auch wenn die Spitze nach einiger Zeit verklebt, ist die enthaltene (nicht mehr benutzbare Menge) auf jeden Fall kleiner, als bei der großen Packung.

Den Kleber benutzen wir zum Kleben von Reifen (auf die Felgen), befestigen von Kleinteilen, provisorisches Reparieren bei Schäden und so weiter. Vorallem das provisorische Reparieren ist wichtig, wenn man einen Tag lang fahren geht mit Freunden und dann bricht irgendein kleines Teil, wodurch der Tag gelaufen wäre, klebt man das Teil eben, lässt es einige Zeit trocknen und fährt mit gemäßigter Fahrweise weiter. Somit ist nicht der ganze Tag gelaufen ![]()
Hier noch ein Tipp zum kleben: Man sollte möglichst nicht NUR den Kleber verwenden, sondern vielleicht eine Art Schnur oder soetwas drumwickeln, um das Ganze zu stabilisieren, da beim Fahren der Modelle einige Kräfte auftreten, denen auch der Sekundenkleber unter Umständen nicht standhalten kann.
Sieht vielleicht nicht so toll aus, hält aber – und das ist schliesslich die Hauptsache!

In der Vergangenheit haben wir schon Servosaver, Querlenker, Dämpferbrücken und manch anderes Teil erfolgreich geklebt, welche sogar einige Monate lang gehalten haben!

Der Sekundenkleber in der Packung besteht aus zwei Teilen, zum einen die Aluminiumtube und zum anderen die Spitze und darauf der Schraubverschluss. Vor dem ersten Gebrauch, schraubt man die Spitze einfach auf die Tube, wodurch eine dünne Folie durchstochen wird, wodurch der Kleber nicht mehr in der Tube gehalten wird und durch die Spitze fliessen kann. Somit ist auf jeden Fall eine lange Haltbarkeit gewährleistet, solange die Spitze nicht aufgeschraubt wird. In dem Verschluss für die Spitze ist oben ein kleiner Pin drin, der beim Aufschrauben des Deckels des Ausflusskanal der Spitze freihalten soll.

Nach einiger Zeit der Benutzung, bricht dieser jedoch ab, oder verbiegt, wodurch die Spitze nach und nach mehr verklebt. Wenn man nach dem benutzen des Klebers die Spitze nicht jedes mal abwischt, was wahrscheinlich kaum jemand macht, verklebt diese mehr und mehr und wenn einmal etwas Sekundenkleber danebengeht und an der Spitze hängt und man dann den Deckel draufschraubt, passiert es schnell, dass man das nächste mal beim Abschrauben des Deckels gleich die Spitze mmit abschraubt, da diese im Deckel festsitzt. Leider dreht sich die Spitze nicht mit ihrem Gewinde von der Tube, sondern oberhalb des Gewindes, wodurch die Spitze kaputt und unbrauchbar ist.

Entweder schmeisst man den Sekundenkleber nun weg, oder sticht ein Loch in das letzte bisschen, das von der Plastikspitze übrig ist, um somit den restlichen Kleber benutzen zu können. Da man diesen “Stummel” nicht mehr verschliessen kann, wartet man einfach, bis der Kleber an der Spitze trocknet und sie somit abdichtet. Vor dem nächsten Benutzen muss man also die Spitze wieder aufstechen oder sogar leicht aufbohren. Eine andere möglichkeit ist, eine dicke M3 oder M4 Schraube von oben in das übrig gebliebene Plastik zu schrauben, welche man vor dem nächsten Gebrauch einfach wieder rausdrehen kann. Jedoch fällt das Dosieren schwer, da die Austrittsöffnung sehr groß ist und somit einfach ein dicker Tropfen rauskommt. Somit ist diese ganze Ergonomie der Spitze nicht sehr gut durchdacht, wodurch sie schnell verklebt, kaputt geht und nicht mehr benutzbar ist. Vorbeugen lässt sich dies nur, durch regelmäßiges abwischen der Spitze nach jedem Gebrauch.

An den Seiten der Aluminumtube sind zwei Flächen, auf denen “Hier drücken” steht. Es ist zwar egal, wo man die Tube seitlich eindrückt, aber man sollte es möglichst immer an der gleichen Stelle machen und die Druckpunkte sollten genau gegenüber voneinander liegen, damit die Tube gleichmäßig eingedrückt wird und sich nicht verkantet.

Die Klebeeigenschaften sind, wie schon beschrieben sehr gut, da sogar relativ große Bruchstellen kräftig zusammen gehalten werden. Die Trocknungszeit beträgt, wie bei sehr vielen Sekundenklebern nicht nur wenige Sekunden, sondern schon einige Minuten. Man sollte das geklebte Teil etwa eine Minute lang zusammendrücken und dann 5-10 Minuten trocknen lassen, damit der Kleber komplett aushärtet. Da Sekundenkleber durch Feuchtigkeit trocknen, kann den Trocknungsprozess mit Anhauchen beschleunigen. Dies hilft aber eigentlich nur bei kleinen Klebestellen. Bei großen sollte man einfach eine viertelstunde warten.

Fazit:
Dieser Kleber ist also wirklich empfehlenswert und hält, was er verspricht, nur die Trocknungszeit ist etwas lang und die Spitze verklebt schnell, wenn man sie nicht regelmäßig reinigt, wodurch die Spitze im Deckel festkleben kann und kaputt geht beim Abdrehen des Deckels.
Leon…










Ich klebe nicht mehr mit Pattex, sondern Loctite. Pattex ist vielleicht noch ein Bastelkleber, aber wenn man etwas braucht, auch im Modellbau, das zielgerecht auch Kunststoff klebt dann braucht man Klebstoffe von Loctite.