Elektros, Nitros & Benziner !?


Für alle Neueinsteiger in das schöne Hobby des RC Car Modellbaues möchte ist hier kurz erklären was es für Motorisierungen im Modellbaubericht der Autos gibt.
Erstmal kann man sagen, dass sich die Modelle am stärksten durch die Motorisierung unterscheiden. Klar kann der Aufbau bei RC-Cars (ferngesteuerten Modellautos) stark variieren aber grundsätzlich ist das ganze immer vergleichbar, wohingegen die Antriebsvarianten den Unterschied machen.

Man kann die Modelle in drei Gruppen einteilen:
1. Elektros
2. Nitros
3. Benziner

Fangen wir mit den “Elektros” an. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesen Modellen um elektrisch betriebene Modelle. Als Energiequelle kommt ein Akku in manchen Modellen auch zwei Akkupacks (E-Maxx, E-Revo, E-Savage, usq.) zum Einsatz. Bei den Akkus kommen meistens sechs Zeller in die Modelle. Diese bestehen auf sechs Zellen die i.d.R. zweireiig zu einem “Racingpack” gelötet und in Schrupfschlauch eingescheißt sind. Die Ausgangsspannung liegt dann bei 7,2 Volt (6 mal 1,2Volt pro Zelle). Die Zellenzahl hängt davon ab, wie viele Zellen der Regler und der Motor ab können. Dabei kann man sagen je mehr Zellen desto mehr Volt desto mehr Leistung und Drehzahl. Bei zu vielen Zellen können jedoch Motor und Regler zerstört werden. Bei den Akkus gibt es noch einen Aspekt der Ausschlaggebend ist wie der Akku ist. Undzwar die Kapazität. Diese wird in mAh (Milliampere pro Stunde) angegeben. Moderne Akkus haben eine Kapazität von 4000 bis über 4500 mAh und bringen damit recht lang Fahrzeiten mit sich. Wie lang so eine Fahrzeit pro Akku ist, kann man nicht sagen, da dies immer Modell, Motor, Regler, Akku und Fahrweisenabhängig ist. Grundsätzlich kann man sagen etwa 10 bis 20 Minuten pro Akku. Es kann bei Ausnahmen auch deutlich drüber und deutlich drunter liegen. Mehr möchte ich hier nicht auf die Akkus eingehen, dazu wird es einen eigenen Artikel geben.
Neben dem Akku benötigt man noch einen Fahrtenregler. Dieser hängt zwischen Akku und Motor und regelt mechanisch oder elektronisch die Strommenge die der Motor bekommt und damit die Drehzahl / Leistung. Der Regler hängt am Empfänger und bekommt von dort die Anweisung von der Fernsteuerung wie viel Gas oder Bremse er geben muss.
Kommen wir zum Motor, dieser ist ein Elektromotor. Es gibt Bürstenmotoren und bürstenlose Motoren. Worin die Unterschiede bestehen wird bald ein weiterer Artikel aufklären. Elektromotoren unterscheiden sich in Leistung (Watt), Maximaldrehzahl (U/min), dem Wirkungsgrad (in %) und der maximalen Voltzahl mit der sie betrieben werden können. Was also einen Elektro ausmacht sind der Akku als Stromversorgung, der Regler als Regler der Leistung des Motors und der Elektromotor der die Leistung in kinetische Energie (Bewegungsenergie umwandelt). Drehzahlen von solchen Motoren liegen bei etwa 15.000 bis hin zu 100.000 U/min bei extremen Brushless Motoren.

Kommen wir zu den Nitros. Die Nitros sind Modelle mit Verbrennungsmotor. Allerdings verbrennen diese nicht normales Benzin sondern speziellen Treibstoff der aus Methanol, speziellem Öl und Nitromethan besteht. Das Benzin ist explosiv, und sehr giftig und deshalb erst ab 18 zugänglich.
Die Nitromotoren arbeiten mit einer Glühkerze. Mit einem sogenannten Glühkerzenstecker bringt man die Wendel in der Glühkerze zum Glühen. Durch einen Seilzugstarter oder ein elektrisches Startsystem dreht man den Motor an, die Glühkerze entzündet das Benzin-Luftgemisch aus dem Vergaser und der Motor läuft.Das Prinzip ähnelt etwas dem des Dieselmotors.
Über ein Servo wird der Vergaser auf und zu gemacht und somit die Drehzahl des Motors bestimmt. Solche Nitromotoren gibt es in Grüßen zwischen 0,8ccm und knapp 10 ccm. Sie haben einen Zylinder und bringen Drehzahlen von etwa 15.000 bis 50.000 U/min auf.

Zum schluss gibt es noch die Benziner. Die Motoren lassen sich mit Mofamotoren vergleichen. Sie haben zwischen 23 und 30,5 ccm, in Ausnahmen auf 45ccm und bringen damit ein enormes Drehmoment auf. Die Motoren drehen knapp unter 20.000 U/min und haben laut den Herstellern zweischen 3 und 6 PS.
Als Benzin kommt wie bei Mofas ein 1:25 Öl – Benzingemisch zum Einsatz. Allerdings sollte man hier auf hochwertiges Racingöl zurückgreifen, da nur dieses auch bei den sehr hohen Drehzahlen noch ausreichend schmiert. Geregelt wird die Drehzahl des Motors wie bei den Nitros durch ein Servo das den Vergaser auf und zu macht.

Soviel mal zu den Grundlagen der Motorisierungen. Alles hier beschriebene ist stark beschräkt und grundlegend. Genaueres zu den Einzelnen Punkten wird folgen.
Ich hoffe ich konnte den Einsteigern damit einen besseren Überblick verschaffen, wenn Fragen offen geblieben sind, dann stellt diese einfach in Form eines Kommentars.

Sebastian …

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