HowTo – Fahrwerk straffen

Bei vielen Autos ist das Fahrwerk sehr weich, was zu starken schwankbewegungen und einfedern beim beschleunigen und bremsen führt, was nicht all zu gute Leistungsentfaltung bring und auch oft stört. Es gibt fünf einfache Wege, seine Dämpfer zu straffen. Dabei kann man was an den Stoßdämpfern an sich was machen, oder an den Federn außenrum. Zum ersten gibt es die Möglichkeit durch die oft beim Auto mitgelieferten Vorspannringe (kleine Plastikringe), die man vor die Federn klemmt, damit sie auch im ausgefederten Zustand etwas eingedrückt sind und somit härter werden. Wenn man beim Auto keine dazubekommen hat, kann man sich auch selber welche bauen aus dünnen Plastik-/Aluröhren, die etwa den Innendruchmesser der Dämpferfeder haben. Zum anderen gibt es die 2. primitive Methode des Dehnens der Federn. Dazu kann man die Feder einfach in beide Hände nehmen und auseinander ziehen, nur ist es schwer dabei auf eine einheitliche Länge der Feder zu kommen, wodurch manche Federn härter als andere werden könnten, was dann zu einem komischen Fahrverhalten des Autos führt. Der Effekt ist eigendlich der gleiche, wie bei den Vorspannringen, wobei er wie gesagt nicht so exakt ist.

Man kann 3. auch ganz neue Federn kaufen. Im Internet werden für verschiedenste Autos verschieden harte Federn angeboten. Da ist eigendlich für jeden was dabei.
4. bei vielen Autos gibt es mehrere Möglichkeiten, die Dämpfer zu befestigen. Dafür sind an der Dämpferbrücke und / oder am Querlenker mehere Löcher, an die der Dämpfer angeschraubt werden kann. Durch einen steilen winkel (mehr vertikal) wird das Fahrwerk weicher und zum härten muss man den Dämpfer möglichst schräg stellen (mehr horizontal), sodass es keine so starken Hebelkräfte gibt und das Federn schwerer wird.


Die 5. Möglichkeit wäre das Dämpferöl zu wechseln, was natürlich nur bei ÖL-Stoßdämpfern geht, aber es gibt mittlerweile nur noch sehr wenige Autos, die Luftgedämpfte Federsysteme haben. Die Auswahl an Dämpferölen ist groß. Die Härte des Öls wird durch die “Viskosität” beschrieben. Je höher die Viskosität, desto härter das Öl. Das Standartöl, das die Hersteller verwenden liegt vielleicht im Bereich einer Viskosität von 500-700. Um das Öl zu wechseln, baut man den Dämpfer aus, nimmt die Feder ab, schraubt das andere Ende auf, um das alte Öl entsorgen zu können (nicht in den Abfluss schütten!). Ich habe mir ein altes Einmachglas genommen, in dem ich alte Schmiermittel sammle. Wenn der Dämpfer leer ist, gibt man erstmal ein bisschen von dem neuen Öl rein und bewegt den Kolben hoch und runter, sodass die Luft entweicht. Dann bis 2mm unter dem Rand vollmachen, nochmal den Kolben einige Male bewegen, bis keine Bläschen mehr aufsteigen. Das Öl sollte nach Meinung mancher “Experten” nicht bis ganz oben aufgefüllt werden. Ich finde die Federeigenschaften aber am bessten, wenn der Dämpfer bis ganz oben befüllt ist. Man sollte es nicht übertreiben und so viel Öl einfüllen, bis es fast überläuft, aber schon recht voll. Um zu testen ob die Menge stimmt, den Dämpfer wieder zuschrauben und noch ohne Feder einmal die Kolbenstange ganz eindrücken. Sie sollte langsam wieder rauskommen. Optimal ist es, wenn sie nahezu komplett wieder rausgedrückt wird. Sollte man den Kolben nicht bis ganz rein drücken können, ist zu viel Öl drin und der Drück zu hoch. Dann einfach ganz wenig Öl wegnehmen und die Menge sollte perfekt sein

Bei meinem E-Maxx habe ich mit 800er Öl und anderen Federn eine sehr harte Fahrwerksabstimmung gefunden. Zudem habe ich noch Federn des HPI Savage verbaut, die ein ganzes Stück länge sind, als die normalen des E-Maxx, wodurch diese in den E-Maxx Dämpfern eingedrückt waren, was eigendlich den gleichen Effekt bringt, wie Vorspannringe. Ich habe nur 4 von den Savage Federn verbaut, da 8 davon ZU hart wären und das Auto kaum noch eingefedert hat.

Mit den 4 Standart Federn und der Richtigen Stellung der Dämpfer, habe ich ein für mich sehr ansprechendes Setup gefunden.
Leon…








