HowTo – Lexan-Karossserie lackieren


Um sein RC Modell als was etwas besonderes aus der Menge herausstechen zu lassen, eignet sich am bessten dafür die Lackierung der Karosserie, die man SEHR Individuell gestalten kann. Bei manchen Autos ist eine klare Karosserie dabei, die man selber gestalten kann und bei anderen ist eine bereits lackierte dabei, auf die man nur Aufkleber kleben kann. Diese Karosserien bestehen zu fast ausschließlich aus LEXAN, einem flexiblen Plastik, dass ähnlich, wie Plexiglas ist, nur viel dünner und eben flexibel. Die meisten der einzeln kaufbaren Karosserien sind durchsichtg, damit man sie selber besprühen kann. Dafür sollte man aber wissen, wie’s geht. Ich hab es zwar noch nicht sehr oft gemacht, aber ich denke, dass es ich das Grundprinzip beherrsche ^^

Als erstes kommt natürlich das Design, das man sich zuerst im Kopf vorstellt, dann zu Papier bringt und dann mit einer Abklebe- / Maskierfolie auf die Karosserie aufbringt. Diese Maskierfolie sollte selbstklebend sein, um sich eine Menge abreit zu ersparen! Im Baumarkt oder Bastelgeschäft gibts sowas normalerweise für kleines Geld.

Abklebefolie

Die Folie schneidet man am bessten mit einem Skalpell / einer Rasierklinge / einem Cuttermesser oder ähnlichem, auf jeden Fall sollte man auf seine Finger aufpassen, dass man sich nicht schneidet ;)

Die klaren Karossiere wird normalerweise von INNEN lackiert, da die Farbe so im “inneren” geschützt ist und nicht von außen abgekratzt werden kann und leuchtender erscheint, da das Lexan über der Farbe, wie eine Schicht Klarlack wirkt, die die Farbe glänzen lässt. AUßEN auf der Karosserie ist meist eine schutzfolie drauf, die man erst NACH dem Lackieren abziehen sollte, da diese die Außenseite beim Besprühen vor dem Sprühnebel schützt.

Ich habe es bei meiner Karo so gemacht, dass ich die Folie erst sehr grob ausgeschnitten habe, auf die Karo geklebt habe und dann “fein” nachgeschnitten, natürlich nicht zu fest, um das Lexan nicht zu beschädigen. Es kommt natürlich drauf an, für welche Lackierung man sich entscheidet, ob man die Motive auch einfach auf dem Tisch perfekt ausschneiden kann und dann auf die Karo auftragen. Da ich mich nach den Wölbungen und Kanten des “Autos” (Mazda RX-8) gerichtet habe, konnte ich diese nicht einfach freihand ausschneiden und auf die Karo kleben. Ich habe einfach die Linien der Karosserie nachgezogen mit einem Skalpell. So ergibt sich ein, wie ich finde sehr schönes Design. Man kann sich natürlich entscheiden, wenn man die Kanten des Autos betrachtet, welche man ausschneidet und welche flächen man in welcher Farbe lackiert. Das Ausschneiden war eine Zeitraubende knifflige Arbeit, die mich einige viele Stunden gekostet hat. Ich habe mich letztendlich für die Grundfarbe SCHWARZ entschieden und manche Flächen an den Türen, Motorhaube etc ORANGE gemacht. Schwarz und orange sind wie ich finde Farben, die gut zueinander passen und auch einen gewissen “RACE-Look” verpassen. Man sollte als erstes mit der dunkelsten Farbe Lackieren und dann immer heller werden. Also muss man sich schonmal gut überlegen, was man abklebt. Die Abgeklebte Fläche muss also heller werden, als die frei gelassene, das hieß in meinem Fall, dass ich alles abgeklebt habe, das orange werden sollte. Dann orange Lackieren, manche Folien abziehen und schwarz lackieren. Ich habe “Manche Folien” gesagt, da man z.B. die Fensterfolien erst ganz am Ende abzieht, wenn diese klar bleiben sollen, oder wenn man mit mehr, als 2 Farben lackiert. Dann muss man die einzelnen Schichten immer weiter nach jeder Farbe abziehen.

Abkleben

Die Farben sind Lexan-Spezial-Farben, die es natürlich in vielen Varianten gibt, unterschiedliche Farbtöne, ebenso, wie Matter, Glänzender, Metallik, Flip-Flop,… Lack. Die meist verwendeten Hersteller sind TAMIYA und LRP. Tamiya wird von vielen bevorzugt, da die Deckkraft besser sein soll und man daher weniger Lack verbraucht. Man sollte NICHT zu Baumarkt – Auto-Lack greifen, da dieser im Gegensatz zu Lexan-Lack beim biegen absplittert und somit nicht für flexible, biegbare Lexankarossieren geeignet ist, da diese sich schnell mal verbiegen, z.B. bei einem Crash. Dann wäre es schade um die Lackierung, wenn sie einfach so abplatzt.

Schwarzer & Orangener LRP-Lack

Vor dem Lackieren sollte die Karosserie auf jedenfall FETTFREI sein! Also wenn möglich mit einem Lappen oder unter dem Wasserhahn mit etwas Spüli abwischen, da der Sprühlack auf fettigem Untergrund nicht hält.

Das Lackieren an sich ist eigendlich nicht schwer. Man sollte in mehreren Schichten Lackieren, auch mit der gleichen Farbe, also wenn man die erste Schicht aufgetragen hat, ca 15 min. warten, bis der lack angetrocknet ist und dann nochmal drüber lackieren. Man kann auch mit einem Fön 1-2 Minuten fönen, bis der Lack angehärtet ist. Aber auf keinen Fall zu nah dran gehen und nicht zu lange auf einer Stelle bleiben! 2-4 Schichten sollten eine ausreichend dicke / dichte Lackschicht ergeben. Man sollte pro schicht so viel Lack auftragen, dass man nach dem ersten Sprühen nur noch sehr schwer durchsehen kann. Die zweite Lackschicht sollte dann “undurchsichtig” sein. Als Test kann man die Karo einfach gegen die Sonne halten und gucken, ob man noch Lichstrahlen durchkommen sieht. Dann noch eine Lackschicht zum sichergehen drauf und dann mit der nächsten Farbe weiter machen, nachdem man die entsprechenden Folien abgezogen hat.

Wenn man seine Vorstellung so nach und nach Wirklichkeit werden sieht, ist das ein sehr schönes Gefühl, das noch seehr doll verstärkt wird, wenn man nach getaner Arbeit die leicht milchige Schutzfolie auf der Außenseite abzieht und die völlig klar-glänzende Karosserie vor sich sieht!

Folie Abziehen

Durch Aufkleber, die oft bei der Karosserie / beim Auto dabei waren kann man das ganze noch abrunden. An den richtigen Stellen platziert gibt das nochmal einen richtig gutes Aussehen!

Ich finde, so eine selbst lackierte Karosserie ist auf jeden Fall etwas sehr schönes, in dem man sich richtig verwirklichen kann. Wenn man es richtig macht, wird das Auto zu einem richtigen Blickfang, der andere neidisch macht, da die Karosserie so gut aussieht und ein UNIKAT ist!

Nur schade ist es, wenn es nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat, da man die Karosserie nicht mal eben neu lackieren kann.

Fertig

Leon…

Teile und genieße
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg

Und noch mehr interessante Artikel:

Informationen und Links

Sei ein Teil des Blogs indem du Kommentare schreibst, trackst was immer du zu sagen hast oder indem du es auf deinem Blog oder auf deiner Website verlinkst.


Weitere Artikel
  

Kommentare von Lesern

Danke für die Anleitung, hat mir sehr geholfen!

[...] von innen lackiert werden (z.B. im Design der Karosserie). Zum Lackieren gibt es hier einige Tipps: HowTo – Lexan Karosserie lackieren. Ein Schutzfilm gegen Farbspritzer auf der Außenseite muss einfach nach dem Lackieren abgezogen [...]

[...] Als Gas-/Bremsservo habe ich das Savöx SC-1256 gewählt, als Empfngerakku einen LRP VTEC SC-4000UP Longlife 5 Zellen 6V NiMH-Akku. Sender und Empfänger sind eine Spektrum DX3S mit Telemetire 3-Kanalempfänger. Das Lenkservo, das verbaut ist, war bei dem Kit dabei und ist ein Jumboservo, das auf jeden Fall ausreichend viel Stellkraft hat, um die Räder in jeder Situation zu bewegen. Ein besseres Jumboservo, wie zum Beispiel die sehr beliebten Multiplex Rhino Servos waren mir einfach zu teuer. Lackieren muss man die Karosserie auch noch. Meine habe ich mit Tamiya Lacken lackiert in den Farben weiß und rot HowTo – Lexan-Karossserie lackieren. [...]

Schreib' ein Kommentar

Nimm dir einen Moment und lass uns wissen was DU denkst.